Die Farben des Mondes fotografieren

Eine Anleitung

1. Schritt: Vorbereitung und Equipment

Ihr benötigt:

  • Eine Kamera, die sich manuell einstellen lässt und die Fotos im RAW-Format aufnehmen kann.

    Ohne eine manuelle Einstellmöglichkeit ist es oftmals schwierig, den Mond korrekt zu belichten. Vor allem sollten die Kameraeinstellungen aller Fotos identisch sein. Das RAW-Format ist besonders wichtig, denn nur so erhaltet ihr Bilddateien mit einer ausreichenden Menge an Farbinformationen und größtmöglichem Spielraum bei der späteren Bearbeitung. In der Theorie kann das auch mit einer geeigneten App auf einem Smartphone funktionieren.

  • Eine möglichst lange Brennweite

    Um den Mond besonders gut einzufangen, lohnt sich alles über 300 mm. In diesem Fall gilt: Je größer die Brennweite, desto besser. Doch in der Theorie müsste es mit jeder beliebigen Brennweite möglich sein, die es erlaubt, die Mondmeere einigermaßen gut zu erkennen. Auch moderne Smartphonekameras könnten dafür geeignet sein.

  • Ein stabiles Stativ

    Bei kurzen Verschlusszeiten ist das nicht zwingend notwendig, aber für die besten Ergebnisse und vor allem bei großen Brennweiten sehr zu empfehlen (außer ihr wollt ein Workout für eure Armmuskulatur daraus machen).

  • Einen Fernauslöser

    Ein Fernauslöser ist von großem Vorteil, um jegliche Art von Verwacklungen zu vermeiden (und, nebenbei, nicht Hunderte Male selbst auf den Auslöser drücken zu müssen). Ich habe dafür einfach die Smartphone-App meiner Kamera verwendet, die diese Möglichkeit bietet.

  • Eine geeignete Software für das Stacking

    Hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Glücklicherweise gibt es für alle Betriebssysteme eine ganze Menge an leistungsstarken Open-Source-Programmen für Anwendungen der Astrofotografie. Meine persönliche Wahl fiel auf die kostenfreie Software Siril (Version 1.4.4), da sie sich durch einen großen Funktionsumfang auch für andere Anwendungen der Astrofotografie eignet. Das braucht eventuell ein wenig Einarbeitungszeit, aber zum Glück gibt es eine große Zahl wunderbarer YouTube-Tutorials zur Funktionalität der Software. Eine weitere, eventuell etwas einfachere Möglichkeit bietet etwa die recht intuitive, browserbasierte Planetary-Image-Stacker-Anwendung eise.app.

  • Eine geeignete Software für das Hervorhohlen der Farben und das finale Editing

    Für die Farbverstärkung und das finale Editing habe ich Adobe Photoshop verwendet. Es gibt jedoch auch hier kostenfreie Alternativen mit einem vergleichbaren Funktionsumfang, so etwa die Open-Source-Softwares GIMP sowie Affinity Studio. Wichtig ist vor allem, dass sich Farben über Farb- und Sättigungskanäle präzise anpassen und 16-Bit-TIFF-Dateien verarbeiten lassen. Auch das Arbeiten mit Ebenen ist von Vorteil. Prinzipiell lässt sich die Bearbeitung auch in Adobe Lightroom umsetzen, allerdings ist dort kein klassisches Ebenen-Compositing möglich.

  • Eine klare Nacht mit geeigneter Mondphase und einem möglichst hoch stehenden Mond

    Natürlich eignet sich ein Vollmond besonders gut für diese Art von Foto, doch auch ein zu- oder abnehmender Dreiviertelmond kann ein tolles Ergebnis liefern, vor allem da durch den schrägen Lichteinfall die Krater eigene Schatten bilden und so deutlich plastischer wirken können. Ein möglichst hoch stehender Mond ist von Vorteil, da die störenden Auswirkungen atmosphärischer Turbulenzen umso stärker sind, je tiefer der Mond am Himmel steht (da sein Licht dann auf dem Weg zu uns eine längere Strecke durch die Atmosphäre zurücklegen muss).

2. Schritt: Alles Rund um’s Fotografieren

Die Kameraeinstellungen:

  • Eine möglichst kurze Verschlusszeit (in meinem Fall: 1/800s)

    Der Mond ist ein Motiv in Bewegung. Bei langen Brennweiten wandert er durch den engeren Bildausschnitt entsprechend schneller. Hinzu kommen andere Faktoren wie Wind, Bodenerschütterungen oder eben das bereits mehrfach erwähnte atmosphärische Flimmern. Daher sind kurze Verschlusszeiten sehr zu empfehlen. Macht euch dabei keine allzu großen Gedanken um den ISO-Wert, solange er nicht ultimativ durch die Decke geht. Das Bildrauschen wird letztlich durch das Stacking maßgeblich reduziert. Ich hatte einen ISO-Wert von 640, erzielte in den Nächten zuvor jedoch auch bereits gute Ergebnisse mit ISO 1200.

  • Blende im Sweetspot (in meinem Fall: f 9.0)

    Jedes Objektiv hat einen Blendenbereich, in dem es besonders scharf abbildet. Falls euch dieser bei eurem Objektiv bekannt ist, stellt die Blende entsprechend ein. Falls nicht, blendet zwei oder drei Blendenstufen ab und schießt ein paar Testfotos, um die Schärfeunterschiede zu vergleichen. Viele Objektive erreichen ihre höchste Schärfe etwas abgeblendet.

  • Manueller Fokus

    Um sicherzustellen, dass der Fokus sitzt, empfehle ich euch, manuell zu fokussieren und den Fokus zwischen einzelnen Fotoserien immer wieder über die Lupenfunktion im Live-View der Kamera zu kontrollieren und, falls nötig, nachzujustieren.

  • Optional: Elektronischer Verschluss

    Da ich im Serienbildmodus fotografierte, um nicht jedes Foto einzeln auslösen zu müssen, verwendete ich den elektronischen Verschluss, um auch mögliche Erschütterungen durch den Verschlussvorhang auszuschließen. Falls ihr diese Möglichkeit nicht habt, schießt am besten Intervallaufnahmen mit kurzen Pausen zwischen den Fotos.

  • Optional: APSC-Modus (bei einer Vollformat-Kamera)

    Da der Mond bei 600 mm Brennweite an einer Vollformatkamera nicht formatfüllend abgebildet ist und der umgebende schwarze Himmel zuletzt so oder so zu großen Teilen weggecroppt wird, habe ich im APS-C-Modus fotografiert. Das hat noch einen weiteren Vorteil: Die Bilddateien sind durch die geringere Megapixelzahl kleiner, was den Workflow mit mehreren Hundert RAW-Dateien deutlich erleichtert.

Achtet beim Fotografieren darauf, den Mond bei allen Fotos möglichst im gleichen Bildsegment zu behalten. Alle Bilder sollten letztlich so ähnlich wie möglich sein. Das macht es der Stacking-Software einfacher, sie aufeinander auszurichten. Ich habe dafür die Kamera alle 50 - 60 Fotos neu justiert und im Zuge dessen stets den Fokus noch einmal kontrolliert.

3. Schritt: Der Stacking-Prozess

Hier werde ich beschreiben, wie ich in Adobe Lightroom und Siril vorgegangen bin. Wenn ihr eine andere Stacking-Software verwendet, kann sich der Workflow unterscheiden.

In Adobe Lightroom:

  • Optional: Fotos zuschneiden

    Sofern der Mond in den Fotos nicht gut zentriert ist, bietet es sich an, die Fotos entsprechend zuzuschneiden - das hilft auch im Hinblick auf die Dateigröße.

  • Korrektur chromatischer Abberationen aktivieren

    Farbfehler wie chromatische Abberationen können durch die Verstärkung der Farbsättigung im letzten Schritt ebenfalls erheblich verstärkt werden.

  • Schärfe ganz zurücksetzen

    Lightroom nimmt standardmäßig eine Basisschärfung vor (mit einem Betrag von 40). Diese sollte vollständig auf 0 gesetzt werden. Denn auch durch die Nachschärfung können ungewollte Bildartefakte entstehen, die in nachfolgenden Schritten verstärkt werden könnten. Um das zu verhindern, werden Farbverstärkung und Schärfung an zwei verschiedenen Dateien vorgenommen, die erst zum Schluss im finalen Edit zusammengeführt werden.

  • Export als TIFF-Dateien ohne Komprimierung mit 16 Bit Farbtiefe

    Das ist wichtig, denn wir wollen schließlich für den nächsten Prozess möglichst viele Farbinformationen erhalten.

In Siril

Beim Vorgehen in Siril habe ich mich an einem YouTube-Tutorial der Astrofotografin Sarah Mathews (ab Min 32:16) orientiert, das ich allen empfehlen kann, die zum ersten Mal mit der Software zu tun haben.

Zunächst legt ihr über das Haussymbol in der Leiste links oben ein Verzeichnis fest, in dem die gestackten oder anderweitig bearbeiteten Dateien gespeichert werden. Im Anschluss müssen über die Tabs auf der rechten Seite mehrere Schritte in folgender Reihenfolge durchgeführt werden.

1. Umrechnung

Nachdem ein Name für die Sequenz festgelegt wurde, müssen zunächst die TIFF-Dateien über das Plus-Symbol unten rechts importiert und in Dateien im FITS-Format umgerechnet werden. Bei FITS (Flexible Image Transport System) handelt es sich um ein in der Astronomie etabliertes wissenschaftliches Bildformat - die eigentliche Bildqualität verändert sich dadurch nicht.

Bei mehreren Hundert Bildern kann dieser Vorgang etwas dauern. Nach der Umrechnung kann über den Sequenz-Tab kontrolliert werden, ob die angelegte Sequenz ausgewählt ist.

2. Registrierung

Dieser Schritt dient der Ausrichtung der Fotos, damit für das Stacking dieselben Bildpunkte übereinanderliegen. Hier sollte unter Automatische Bildregistrierung die Bildmusterausrichtung (für Planeten - gesamte Scheibe) eingestellt werden. Als Registrierungsebene kann die voreingestellte grüne Ebene beibehalten werden. Unter Bildauswahl sollte festgelegt sein, alle Bilder der Sequenz zu registrieren.

Jetzt muss eine Box um den Bereich des Bildes gezogen werden, der alle Positionen des Mondes innerhalb der gesamten Bildsequenz einschließt, und die Registrierung kann ausgeführt werden. Für genau diesen Schritt ist es von Vorteil, mit Bildern zu arbeiten, in denen der Mond entweder durch Zuschneiden zentriert wurde oder bereits von vornherein weitgehend an der gleichen Stelle positioniert ist.

Nach der Registrierung ist zu beachten, welches Bild in der Konsole als „Bestes Bild“ ausgegeben wird. Dabei handelt es sich um das qualitativ am höchsten eingestufte Foto unserer Sequenz, und wir können im Folgenden festlegen, dass Siril dieses Bild beim Stacking als Referenz verwendet. Dafür müssen wir ganz unten rechts auf das Symbol mit den gestapelten Bildern klicken, das entsprechende Bild aus der Liste auswählen und als „Referenzbild“ festlegen.

3. Grafik

Die Grafik zeigt die Verteilung der Bildqualität aller Aufnahmen. Sofern das richtige Referenzbild festgelegt wurde, sollte sich das umkreiste X-Symbol am höchsten Peak der Grafik befinden. Falls dies nicht der Fall ist, kann das Referenzbild noch einmal geändert werden.

Anhand der Grafik lässt sich beurteilen, wie viele der Bilder man in den Stack einbeziehen möchte bzw. wo man vor dem Stacking den Cut-off für die akzeptable Bildqualität festlegen will (siehe nächster Abschnitt).

4. Stacken

Hier geht es um das eigentliche Stacking der Sequenz. Als Methode habe ich Summen-Stacking beibehalten. Wichtig ist, unter Bilder ausschließen die Einstellung Qualität festzulegen.

Hier können wir nun den besagten Cut-off für die Bildqualität konfigurieren. Ich habe ihn auf 0,903 gesetzt, um nur die besten 14 % (181 Fotos) in das Stacking einzubinden. Und dann könnt ihr das Stacking auch schon starten.

Und schon habt ihr ein gestacktes Foto des Mondes und könnt dieses über das Pfeilsymbol oben rechts (neben Speichern) als unkomprimierte TIFF-Datei mit 16-Bit-Farbtiefe speichern.

An diesem gestackten, aber ungeschärften Bild werden wir später die Farbverstärkung vornehmen. Jetzt müssen wir nur noch eine seperate geschärfte Version davon erstellen. Daher schließen wir die Anwendung noch nicht, sondern wählen oben links unter Bildbearbeitung → Filter → Wavelet-Transformation.

5. Schärfung mittels Wavelet-Transformation

Wavelet-Schärfung wird in der Astrofotografie besonders bei Mond- und Planetenaufnahmen häufig verwendet. Dabei wird das Bild in verschiedene Detailgrößen zerlegt, die jeweils separat angepasst werden können. Damit lassen sich feine und mittelgroße Oberflächenstrukturen des Mondes gezielt verstärken, ohne das gesamte Bild gleichermaßen zu schärfen. Auf diese Weise lässt sich die Detailzeichnung präziser kontrollieren als bei vielen anderen Schärfungsmethoden.

Wenn ihr das Fenster geöffnet und Ausführen betätigt habt, öffnet sich ein Feld mit sechs Ebenen. Jede dieser Ebenen steht für eine Detailgröße. Über Ebene 1 lassen sich die feinsten Strukturen anpassen, über Ebene 6 die gröbsten. An dieser Stelle kann jeder für sich selbst entscheiden, wie viel oder wenig Schärfung das Bild verträgt, und es lohnt sich, mit den Reglern etwas herumzuprobieren. Wie bei allen Formen der Schärfung würde ich empfehlen, es nicht zu sehr zu übertreiben, um Bildartefakte und einen unnatürlich wirkenden Bildlook zu vermeiden. Als Orientierung kann ich hierbei NASA-Aufnahmen des Mondes sehr empfehlen. Im Anschluss speichert ihr das geschärfte Foto ebenfalls als unkomprimierte TIFF-Datei mit 16-Bit-Farbtiefe.

Gestacktes ungeschärftes Bild

Gestacktes geschärftes Bild

Das war alles in Siril. Weiter geht’s in Photoshop …

4. Schritt: Die Farben zum Vorschein bringen

Hier werden ich beschreiben wie ich in Adobe Photoshop vorgegangen bin. Auch hier kann sich der Workflow unterscheiden, wenn ihr ein anderes Programm verwendet.

In Adobe Photoshop:

Beim Vorgehen in Photoshop habe ich mich an einem YouTube Tutorial des Astrofotografen Tim Ciasto (ab Min 15:28) orientiert. Schaut es euch am besten an um einen Überblick zu gewinnen.

1. Ausgangsbild vorbereiten

Als Ausgangspunkt dient das gestackte, aber noch ungeschärfte Bild. Die Hintergrundebene wird zunächst dupliziert und die Kopie in ein Smartobjekt umgewandelt. Dadurch kann der anschließend angewendete Camera-Raw-Filter zunächst nicht-destruktiv bearbeitet und bei Bedarf nachträglich angepasst werden.

Für die Farbverstärkung wird bewusst das ungeschärfte Stacking-Ergebnis verwendet. So lassen sich die ohnehin sehr schwachen Farbunterschiede des Mondes verstärken, ohne gleichzeitig mögliche Schärfungsartefakte unnötig hervorzuheben.

2. Schwache Farbunterschiede verstärken

Nun wird der Camera-Raw-Filter geöffnet. Unter Kalibrierung wird die Sättigung der drei Primärwerte Rot, Grün und Blau jeweils auf +100 erhöht. Anschließend werden unter Farbe zusätzlich Dynamik und Sättigung auf jeweils +50 angehoben.

Durch die starke Erhöhung der Farbsättigung werden die ursprünglich nur sehr schwach sichtbaren Farbunterschiede der Mondoberfläche nun deutlich hervorgehoben. Diese Farben werden dabei nicht neu erzeugt, sondern bereits vorhandene Unterschiede im Ausgangsmaterial werden verstärkt.

2.1 Farbartefakte kontrollieren und entfernen

Die starke Sättigung hat gleichzeitig einen praktischen Nebeneffekt: Farbfehler werden wesentlich deutlicher sichtbar. Deshalb sollte das Bild nun bei hoher Vergrößerung sorgfältig auf unnatürliche Farbsäume und insbesondere chromatische Aberrationen entlang des Mondrandes untersucht werden.

Solche Bereiche können beispielsweise mit dem Pinselwerkzeug korrigiert werden, indem die Sättigung lokal reduziert wird. Wichtig ist, nur eindeutig als Artefakte erkennbare Bereiche zu entsättigen, damit tatsächliche Farbvariationen der Mondoberfläche erhalten bleiben.

Anschließend wird der Camera-Raw-Filter bestätigt.

3. Farbverstärkung wiederholen und fein abstimmen

Die bearbeitete Ebene wird gerastert und anschließend erneut dupliziert. Auf dieser Kopie wird der Vorgang im Camera-Raw-Filter ein zweites Mal durchgeführt, wodurch die schwachen Farbunterschiede noch deutlicher hervortreten.

Auch nach diesem Durchgang sollte das Bild erneut sorgfältig auf Farbfehler überprüft werden, da mit zunehmender Sättigung nicht nur echte Farbunterschiede, sondern auch vorhandene chromatische Artefakte verstärkt werden.

Abschließend kann über eine Farbton/Sättigung-Einstellungsebene die Intensität der Farben fein abgestimmt werden. Wie stark diese letzte Anpassung ausfällt, hängt vom Ausgangsmaterial und der gewünschten Darstellung ab.

4. Schärfe und Farbinformation miteinander kombinieren

Nun wird zusätzlich die zuvor mittels Wavelet-Transformation geschärfte Version des Stacks in das Photoshop-Dokument platziert und eingebettet. Sie liegt oberhalb der farblich bearbeiteten Ebenen und wird ebenfalls zunächst in ein Smartobjekt umgewandelt.

Diese Ebene erfüllt eine andere Aufgabe: Sie liefert in erster Linie Struktur, Schärfe und Helligkeitskontraste, während die darunterliegenden Ebenen die verstärkte Farbinformation liefern.

Im Camera-Raw-Filter können deshalb noch leichte Anpassungen der Schärfe vorgenommen werden. Mit Dunst entfernen lässt sich außerdem der lokale Kontrast etwas erhöhen und die Oberflächenstruktur deutlicher herausarbeiten. Die Farben dieser Ebene werden dagegen nicht zusätzlich verstärkt.

Für die geschärfte Ebene wird anschließend der Ebenenmodus „Luminanz“ gewählt. Dadurch trägt diese Ebene hauptsächlich ihre Helligkeits- und Detailinformation zum Gesamtbild bei, während die verstärkte Farbinformation aus den darunterliegenden Ebenen erhalten bleibt.

Auf diese Weise lassen sich die beiden Bearbeitungsziele weitgehend voneinander trennen: Das ungeschärfte Ausgangsbild liefert die intensivierten Farben, während die separat geschärfte Version für die feinen Strukturen der Mondoberfläche verantwortlich ist.

5. Helligkeit und Kontrast finalisieren

Zum Abschluss werden über Gradationskurven und Tonwertkorrektur Helligkeit und Kontrast des Gesamtbildes angepasst. Eine etwas dunklere und kontrastreichere Darstellung kann dabei helfen, die Farbvariationen der Mondoberfläche deutlicher hervortreten zu lassen.

Hier empfiehlt es sich, eher behutsam vorzugehen: Zu starke Kontraste können Schatten oder helle Bereiche beschneiden und gleichzeitig den natürlichen Eindruck der Oberfläche beeinträchtigen. Ziel ist es deshalb, die bereits herausgearbeiteten Farb- und Strukturunterschiede sichtbar zu machen, ohne relevante Bildinformationen zu verlieren.

Ich hoffe die Anleitung war hilfreich. Bei Fragen könnt ihr euch gerne an mich wenden. Viel Erfolg und klare Nächte!

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